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Unterwegs auf dem Kochersteig – Etappe 3

Etappe 3 von Heimhausen nach Blaufelden (17,7 KM)
Highlights entlang des Weges:

  • Chorturmkirche in Eberbach
  • ursprüngliche Natur im Rötelbachtal
  • Ulrichskirche in Blaufelden

Nach einem guten Frühstück im Gasthaus Linde erfolgte der Rücktransport nach Heimhausen. Von dort ging es zunächst (wer hätte das gedacht…) ordentlich bergauf in Richtung Eberbach. Hier beginnt das Rötelbachtal, ein weiteres Highlight auf dem Kochersteig. Da es keine öffentliche Straße gibt ist das Tal komplett frei von Autoverkehr und entsprechend ruhig. Wandert man zunächst noch auf Forstwegen, so geht es im späteren Verlauf durch Wiesen, entlang eines Baches und auf verschlungenen Waldpfaden dahin. Am Talanfang stößt man schließlich wieder auf die Zivilisation in Form eines größeren Ausflugsgasthofes, der Hertensteiner Mühle.
Jetzt öffnet sich der Blick und die letzten Kilometer nach Blaufelden verlaufen erneut über die Hohenloher Ebene mit, wunderschönen Gerstefeldern und Blumenwiesen.


In Blaufelden gibt es einen kleinen Bahnhof der Anschluss zurück nach Schwäbisch Hall oder nach Norden in Richtung Würzburg oder Aschaffenburg bietet. Das Lokal „Zum Hirschen“ in der Ortsmitte, neben der alten Wehrkirche ist hier die Gepäckstation. Mit dem Koffer läuft man dann noch etwa 500 Meter zum Bahnhof zurück.
Mein Fazit:
Der Kochersteig ist kein Sonntagsspaziergang und man sollte schon ein wenig Wanderkondition mitbringen. Immerhin werden im Laufe der 3 Tage über 1500 Höhenmeter erlaufen. Teilweise sind die Waldwege auch vom Untergrund und ihrer Beschaffenheit etwas anspruchsvoller und so sollten Wanderschuhe mit guter Profilsohle eingeplant werden. Landschaftlich bieten alle Etappen Höhepunkte, die insbesondere im Wechsel von Waldabschnitten und der offenen Weite auf der Hohenloher Ebene liegen. Mir persönlich hat die zweite Etappe am besten gefallen, hier erlebt man romantisch, idyllische Kulturlandschaft wie aus dem Bilderbuch. Ein weiteres Highlight ist das besonders einsame und ursprünglich gebliebene Rötelbachtal.
Nicht zu vergessen bietet Schwäbisch Hall als Ausgangsort eine grandiose, Fachwerkaltstadt und vielfältige Kulturangebote wie das Globetheater oder die Kunsthalle Würth.
Mit dem Gepäcktransfer hat alles bestens funktioniert und auch an den Unterkünften gab es nichts zu bemängeln. Einstellen sollte man sich allerdings auf die fehlende Einkaufs-Infrastruktur, da es entlang des Weges und auch in den Übernachtungsorten keine Supermärkte und selten Bäckereien oder Cafes gibt. Somit ist man auf die Gasthöfe und deren Angebote angewiesen, es sei denn man bedient sich eines Taxis. Für Snacks und anderen Bedarf sollte man daher noch spätestens in Schwäbisch Hall vorsorgen. Mir hat die Wanderung sehr gut gefallen und auch über Strecken mal keinen Handyempfang zu haben kann man in dem Zusammenhang eigentlich als positiv werten 🙂

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Unterwegs auf dem Kochersteig – Etappe 2

Etappe 2 von Döttingen nach Heimhausen – (18,8 KM)
Highlights entlang des Weges:

  • Kirche in Braunsbach
  • Burg Tierberg
  • Basilika und Krypta in Unterregenbach
  • Chorturmkirche in Buchenbach

Die mittlere Etappe ist von den Höhenmetern und der Entfernung am anstrengensten. Noch in Döttingen geht gleich wieder stramm den Berg hinauf und der Weg folgt dem Kocher wieder am Hang. Nach wenigen 100 Metern eröffnet sich hier ein sehr schöner Rückblick auf das Dörfchen Döttingen. Eine ganze Weile verläuft der Weg durch den Wald, bevor die Talseite gewechselt wird und der längste Anstieg hinauf auf die Hohenloher Ebene und zur Burg Tierberg erfolgt. Mit idyllischen Häusern und grandioser Landschaft war diese Passage mein persönlicher Favorit auf dem Kochersteig.
Oben angekommen wandert man einige Kilometer entlang von Haferfeldern, bis schließlich das Jagsttal erreicht ist. In Unterregenbach konnte ich die Gunst eines Stadtfestest zur Grill-Mittagspause nutzen. Unter dem alten Pfarrhaus kann man eine restaurierte Krypta besichtigen. Mit mittlerweile einigen anderen Wanderern (Wochenende?!) ging es weiter in Richtung Erbach und Heimhausen. Wie schon am ersten Tag waren die Abstiege nicht ganz einfach, da der Boden durch kräftige Regenfälle (so erzählte mir am Abend der Lindenwirt) immer noch aufgeweicht war. Unterwegs sieht man allerlei Glückliche Tiere: Kühe, Schafe, Ziegen, Pferde und auch Wildtiere wie Rehe und sogar eine Ringelnatter konnte ich bestaunen!


Kleines Manko, auch auf diesem Teilabschnitt gab es nicht mal einen kleinen Supermarkt oder Laden und so waren meine Vorräte an Süßem mittlerweile aufgebraucht. In Heimhausen wurde ich abgeholt und zu meiner Unterkunft in Ingelfingen-Weldingsfelden gefahren. Normalerweise wird hier direkt am Weg in Heimhausen übernachtet, doch dieses Quartier war bereits ausgebucht.
Gasthaus Linde in Weldingsfelden


Wie es sich für einen Ort hier gehört, so sagte meine Fahrerin:

„Links die evangelische Kirche und Rechts das Wirtshaus.“

Viel mehr gibt es in diesem 260 Einwohner Dorf auch nicht. Handyempfang im übrigen auch nicht, aber immerhin wieder kostenfreies WLAN (diesmal sogar ohne Anmeldung)!
Sieht das Gasthaus Linde von außen eher unscheinbar aus, so sind die Zimmer frisch renoviert und großzügig. Die Preise für das Abendessen gestalteten sich diesmal erfreulich günstig und das Essen ist deftig aber gut. In meinem Fall gab es Schnitzel mit Spätzle.
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