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Autovermietung und Autofahren in Namibia

Straßensituaton in Namibia

Die Hauptstraße in Namibia sind zwar asphaltiert aber eigentlich nie frei von Schlaglöchern. Nebenstraßen sind in der Regel entweder geschottert oder bestehen aus Sand oder Erde. Der Mietwagen sollte daher etwas robuster und für wenigstens leichtes Gelände ausgelegt sein, da ab und an auch ein Flussbett durchquert werden muss. Durch Wettereinflüsse kann sich ein Streckenabschnitt schnell in eine ziemlich matschige Angelegenheit verwandeln. Allrad und eine Untersetzung sind daher sehr zu empfehlen.

Vorsichtig Fahren ist Trumpf

Die Endgeschwindigkeit ist hingegen zu vernachlässigen. Straßenzustand, querende Tiere und Schlaglöcher erlauben selten Geschwindigkeiten über 80 Stundenkilometer, sollte die Straße denn asphaltiert sein. Auf ungeteerten Wegen ist man in der Regel wesentlich langsamer unterwegs. Was bei zu hohen Geschwindigkeiten im Gelände passieren kann wurde uns anhand eines Unfallfahrzeuges in der Autovermietung sehr eindrücklich vor Augen geführt:

Toyota Hillux – Der Unkaputtbare

In Windthuk gibt es eine Reihe von Autovermietungen, die sich auf Urlauber und Camper spezialisiert haben. In unserem Fall hatten wir uns AscoCarHire ausgesucht.

Ein sehr gängiges Modell, oft in Kombination mit einem Dachzelt, sind Toyota Pickups vom Typ Hillux. Den Hillux gibt es als einfache Variante und als Doublecab (Doppelkabine mit 4 Türen). Der Pickup verfügt über Allrad und Untersetzung. Das Gepäck und weitere Ausrüstung kann auf der Ladefläche verstaut und auch eingeschlossen werden. Durch die Abdeckung ist alles vor Diebstahl und Nässe geschützt. Unsere Reisegruppe war mit 6 Personen unterwegs und auf 2 Wagen verteilt. Im Falle einer Panne kann dann direkt bis zum nächsten Zwischenstopp abgeschleppt werden. Durch die hohe Beanspruchung der Reifen sind Reifenschäden relativ häufig und man sollte immer ein Reserverad und das nötige Werkzeug dabei haben.

namibia palmwag lodge

Abenteuerfaktor Auto

Was sich erstmal etwas abschreckend anhört kann natürlich auch einen hohen Spaß- und Abendteuerfaktor bringen. Für mich war das Fahren im Gelände ein guter Teil der Gesamtfaszination „Nambia Urlaub“. Wer wollte nicht schon immer mal wie ein Cowboy im Pickup durch die Gegend cruisen 🙂 und mal wirklich durch einen Fluss oder Schlamm fahren?

Natürlich gibt es auch noch andere Autos, vom Kleinwagen über diverse Geländewagen bis zum Hummer H2 ist alles möglich. Manche Weggefährten und auch viele Einheimische nutzen den VW Golf 1 der noch in Südafrika als „Citi Golf“ produziert und verkauft wird. Auch damit kommt man – man glaubt es oft kaum – durch ziemlich viel Schlamm und Sand…wie wir des öfteren gesehen haben.

Check-In und Linksverkehr

Die Autovermietung organisierte uns den bereits erwähnten Shuttleservice vom Flughafen. Das Checkin Prozedere in der Autovermietung dauerte dann eine ganze Weile, da neben dem Prüfen der Papiere noch allerhand technische Fragen zum Fahrzeug erklärt werden. Im Anschluss an eine fachliche Einführung und dem Verladen der kompletten (auch optional zu mieten) Campingausrüstung kann es dann in den namibischen Linksverkehr gehen. Insbesondere nach einem 10 Stunden Nachtflug ohne Schlaf, kann das erstmal ziemlich fordernd sein. Glücklicherweise ist der Verkehr in Windthuk und natürlich im dünn besiedelten Namibia insgesamt sehr entspannt und nicht von Aggressivität geprägt. Es dauert einge ganze Weile bis man sich daran gewöhnt hat, dass Rechts- und Linksabbiegen jetzt genau umgedreht sind. Insbesondere an Ampeln weigert sich das eigene Gehirn anfangs des öfteren in die richtige Spur bzw. vermeindlich in den Gegenverkehr einzufahren…

namibia urlaub toyota hillux
Double Cab Toyota Hillux Pickup auf dem Weg durch die Skeleton Coast
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Okaukuejo Rastlager im Etosha Nationalpark Nambia

Insgesamt waren wir drei Tage im Gebiet der Etosha Salzpfanne. Die Gegend hat in Namibia vermutlich das höchste Touristenaufkommen und ist entsprechend ausgebaut. Unser erster Anlaufpunkt aus dem Süden kommend war das Okaukuejo Bushcamp. Ein ziemlich großer Campingplatz mit Hotelanlage und Bungalows, Pool und Restaurant.

Im Okaukuejo Rastlager

Das komplette Campgelände ist von Mauern umgeben und es gibt einen relativ hohen Aussichtsturm von dem man wunderbar in Richtung Etoshapfanne schauen kann. Unmittelbar neben dem Camp und nur durch eine Mauer und Zäune getrennt, gibt es ein Wasserloch, welches künstlich gespeist wird. In der Dämmerung finden sich hier viele Tiere zum Trinken ein und man kann sie bequem von Bänken und Tribünen aus beobachten. Zusätzlich gibt es spezielle Scheinwerfer um auch in der Nacht beobachten zu können. Sogar Nashörner können gesichtet werden. Das ist wie es klingt….eher ein bisschen wie im Zoo, auch wenn die Tiere natürlich freiwillig kommen und nicht eingesperrt sind. Jedenfalls kann man hier als fauler Afrikatourist Wildbeobachtungen, sozusagen aus dem Liegestuhl machen. Einerseits beeindrucken und bequem, aber auch etwas fragwürdig.

Auch hier gab es Essen in Buffetform mit den typischen Grillstationen wo es Oryx, Kudu und Hühnchen gibt. Ein ganzs besonderes Erlebnis ist der immer sehr gut gelaunte und stets motiviert rumschreiende Koch, der allen Gästen einen schönen Tag und guten Appetit wünscht. Während des Abendessens gab es auch eine Folkloreveranstaltung der benachbarchten Dorfschulen, die sich so ein wenig dazuverdienen können. Auf dem Gelände gibt es eine eigene Tankstelle. Dies stellte sich später noch als sehr hilfreich heraus, da einer unserer Pickupreifen anfing Luft zu verlieren und wir so das Reserverad mit entsprechendem Werkzeug montieren lassen konnte. In einem Souveniergeschäft und einem kleinen Lebensmittelladen findet sich hier das nötigste, allerdings zu relativ gesalzenen Preisen.

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Katamaran Ausfahrt in Walfishbay

Katamaran Cruise in Walfishbay

Namibia Katamaran Cruise mit Laramon Tours in Walfishbay

Ein klassischer Stop auf einer Nambia-Rundfahrt ist Walfischbucht in der Nähe von Swakopmund. Walfishbay ist ein sehr wichtiger Seehafen für die Wirtschaft in Namibia, bietet aber auch einiges für Touristen an, deswegen habe ich den Ort auch auf meine Top 10 Namibia Liste gesetzt. Die geschützte Hafenbucht wird für die Austernzucht genutzt. Austern sind hier eigentlich nicht heimisch, aber das kalte, nährstoffreiche Wasser des Atlantiks eignet sich offenbar gut dafür. Mit Laramon Tours kann man eine Rundfahrt inkl. Austernessen und Seelöwen-Watching buchen.

Unterwegs erfährt man viel über den Hafen, Walfishbay, die Austernzucht und die verschieden Meerestiere. Wenn man Glück hat sieht man auch Delphine, Wale und sogar Mondfische. Die Anlegestelle befindet sich südlich des Hafengebietes am Sandwich Harbour. Hier gibt es auch einen kleinen Snackpoint und relativ zutrauliche Pelikane. Schiffscrew und Seelöwen sind ein eingespieltes Team. Die Tiere kommen auf die Boote gesprungen und holen sich Futter-Fische ab. Man kann sie sogar streicheln, sollte aber den Anweisungen des Personals folgen, denn nicht alle Seelöwen sind immer friedlich.

Welche Tiere kann man sehen?

Auf unserer Tour konnten wir Pelikane, Delphine, Seelöwen und natürlich verschiedenste Möwen beobachten. Nach einer Weile kamen sogar ein paar Delphine und sind mit dem Boot einige Zeit mit geschwommen. Das Rote ist übrigens eine Qualle, davon gab es eine ganze Menge an dem Tag.

Mein Fazit:

Die Boots-Tour lohnt sich total und ist eine gute Abwechslung zum tagelangen Autofahren während einer Namibia-Rundfahrt. Die Mischung aus Hintergrundinformation, Tierbeobachtung und „Austern-Tasting“ ist sehr gelungen und empfehlenswert.

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Palmwag Lodge im Damaraland

Die Palmwaglodge liegt wunderschön gelegen an einem Bachlauf in hügeliger Landschaft nahe des Kreuzungspunktes von C40 und D3706 von. Wie es im Namen zum Ausdruck kommt wachsen hier viele große Palmen, die laut Auskunft unseres Guides eigentlich nicht heimisch sind. Wieso diese Palmen dennoch hier vorkommen ist bisher noch nicht ganz erforscht. Die Lodge im Damaraland ist mein persönlicher Favorit gewesen und Die Nummer 1 auf meiner Top 10 Namibia Liste

Die Palmwag Lodge

Zum Zeitpunkt unserer Reise stand noch etwa Kniehoch das Gras. Auch das war laut Auskunft für die Jahreszeit ungewöhnlich. Es hätte eigentlich schon viel karger und vertrockneter sein sollen. Am Bachlauf wächst üppiges Schilf und Vogelschwärme bevölkern die ganze Oase. In der Dämmerung machen die einen ordentlichen Krach. Die Lodge verfügt über unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten: Komfortable Zelte auf Stelzen im Kolonialstil, Campingplätze und feste Bungalows mit Strohdach. Es gibt einen Speiseraum mit Terrasse und einen kleinen Poolbereich mit Bar. Frühmorgens wird zu Jeep-Safaris in die Umgebung aufgebrochen. Alternativ kann man auch an einer geführten Wanderung teilnehmen.

Geniale Abendwanderung

Während so einer Wanderung erläutert der einheimische  Guide allerlei Pflanzen, Insekten und Zusammenhänge des Ökosystems. Gegenüber der Jeepsafari ist man doch nochmals wesentlich „näher an der Natur“ und die Erfahrungen sind umso eindrucksvoller. Diese Wanderung im Sonnenuntergang war eine meiner besten Namibia-Erfahrungen. Das Damaraland zählt landschaftlich auf jeden Fall zu meinen Favoriten in Namibia. Hier haben wir auch die ersten größeren Wildtiere gesehen, darunter Giraffen, Zebraherden, Geier, Kudus, Oryxantilopen, Strausse, Insekten und unzählige Springböcke. Das erste mal diese Tiere in freier Wildbahn zu sehen ist schon ein ganz besonderes Erlebnis und mit einem Zoobesuch absolut nicht vergleichbar.

Farben Licht und Weite

An diesem Ort der Erde trifft es der Begriff „Earthporn“ voll und ganz. Die Farben, das Licht und die Weite ohne störende Gebäude oder Infrastruktur ist der absolute Oberhammer.

Auch in Sachen Pflanzen lernt man eine Menge: Wie Bäume über bestimmte Botenstoffe kommunizieren, warum die Welwitschie-Pflanze mehrere hundert Jahre alt wird, welche Rolle bestimmte Insekten im Ökosystem einnehmen und wie sich manche Pflanzen durch giftiges Holz schützen.

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Namibia – Onguma The Fort

Eine der bekanntesten Attraktionen in Namibia ist der Etosha Nationalpark im Norden des Landes und die Etosha-Pfanne zieht die meisten Besucher und Touristen in Namibia an. Am östlichen Rand des Nationalparks befindet sich das Onguma Game Reserve. Ein luxuriöses Bushcamp mit verschiedenen Übernachtungsmöglichkeiten. Auf meiner Namibia Tour hatte ich nun das Glück dort übernachten zu können, da der Bau unserer ursprünglich gebuchten Unterkunft noch nicht abgeschlossen war.

Der Stil ist irgendwie eine Mischung aus marokanischer Wüstenfestung und afrikanischem Buschcamp. Es dominieren grandiose Terrassen mit super Ausblick auf Wasserlöcher zur Wildtierbeobachtung. Die Zimmer mit eigenen Terrassen sind von der Ausstattung für die Region überragend und das Essen lässt auch kaum Wünsche offen. An heißen Tagen laden flache Pools dazu ein, einen Cocktail zu trinken und dabei die Füße im Wasser baumeln zu lassen. Der für Namibia typische Sonnenuntergang ist dabei natürlich inklusive!

Onguma Fort Impressionen

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Chobe Nationalpark bei Kasane

Der Chobe Nationalpark liegt am östlichen Ende des Caprivi-Strips und bereits in Botswana. Hier geht es vergleichsweise touristischer zu als in den restlichen, bisher besuchten Zielen. Untergebracht waren wir in einem relativ großen Hotel der Chobe Safari Lodge. Der Ort Kasane liegt eine Kilometer vor dem Dreiländereck: Botswana, Namibia, Sambia und einer wichtigen Fährverbindung nach Sambia, der Kazungula Ferry. Die Grenze zwischen Namibia und Botswana verkäuft in der Flussmitte, weswegen auch Streitigkeiten über den Grenzverlauf nicht ausbleiben, da sich das Flussbett stetig verändert.

Ausgangsort Kasane

In Kasane gibt es größere Läden, einen Markt und einige Restaurants. Leider kommt hier ein wenig das Gefühl von „Massentourismus“ auf, da fast alle Hotels Safarifahrten sowohl zu Wasser als auch per Jeep anbieten. Der Fluss und der naheliegende Teil des Chobe-Nationalparks werden daher von etlichen Booten und Jeeps inklusive Touristengruppen befahren.

Elefanten Überpopulation

Durch die sehr guten Gegebenheiten und den Schutz des Parkes hat sich hier eine eigentlich schon ungesund große Elefantenpopulation entwickelt. Neben Krokodilen, Warzenschweinen, Seeadlern, Wasserbüffeln, Affen und Echsen gehören die friedlichen Elefantenherden zu den Attraktionen. Durch die Masse an Tieren leidet allerdings sichtbar der Baumbestand und das komplette Gebiet ist ziemlich „umgepflügt“ durch die Aktivitäten der Tiere. Böse ausgedrückt könnte man das ganze als afrikanisches „Disneyland“ bezeichnen, zumindest geht eine Menge Flair verloren auch wenn die Tierbeobachtung hier mit Abstand am einfachsten und ergiebigsten ist. Auch für Vogelfreunde ist das Flussgebiet und die grüne Insel ein sehr gutes Beobachtungsrevier.

mungos chobe nationalpark
Mungos spielen mit einer Plastiktüte

Unterkunft: Chobe Safari Lodge

Die Chobe Safari Lodge hat einen vergleichsweise guten europäischen Standard. Die Mahlzeiten werden auf großzügigen Terrassen in Buffetform angeboten und es wird direkt am Buffet gegrillter Fisch und verschiedenes Fleisch angeboten. Es gibt einen größeren Pool und vom Hotel eigenen Anlegern kann zu den angesprochenen Flusstouren aufgebrochen werden. Die Grünanlagen werden von ziemlich vielen, manchmal etwas aufdringlichen Äffchen bevölkert, die sich auch gern am Buffet bedienen, wenn sie nicht verjagdt werden. Auf den Rasenflächen tummeln sich auch eine Menge Mungos.